Raps Virus Monitoring (TuYV)

TuYV Monitoring - die Virusverbreitung im Raps

Das Virus gewinnt im Rapsanbau an Bedeutung. Aber wie weit ist es aktuell verbreitet? Um das herauszufinden findet ein Monitoring statt, das Stephanie Wedde (Uni Hannover) im Rahmen einer Masterarbeit durchführt.

Das Monitoring 2016 des TuYV Virus im Raps ist ein Gemeinschaftsprojekt von Limagrain, dem Julius-Kühn-Institut (JKI) und der Leibniz Universität Hannover.

Regionale Unterschiede sind erkennbar, und was auch schnell klar wird: Sorten reagieren unterschiedlich.

TuYV im Raps ist eine Gefahr, der mit resistenten Sorten begegnet werden kann

Die Infektionsraten über Jahre bestätigen, dass im Prinzip immer mit dem Virus zu rechnen ist. In Jahren mit günstigen Bedingungen für die Vermehrung der grünen Pfirsichblattlaus nimmt das Befallsrisiko zu.

TuYV Monitoring von LG verdeutlicht hohes Befallsrisiko

Verbreitung des Wasserrübenvergilbungsvirus

Ergebnisse des LG Raps TuYV Virus Monitoring 2017

Im Frühjahr 2017 haben wir ein bundesweites Virus-Monitoring durchgeführt. Herzlichen Dank an der Stelle nochmals allen teilnehmenden Betrieben.

Die Ergebnisse haben wir den Teilnehmern komplett zur Verfügung gestellt. Ohne "große Auswertung" finden Sie oben in der Karte einen Eindruck, wie es um die Virusverbreitung 2017 stand.

Die Probenahme erfolgte im April/Mai. Beprobt wurden jeweils 5 Blätter einer Pflanze, an jedem Standort mindestens 2 Pflanzen. 100% Markierung bedeutet in dem Fall, dass in 10 von 10 Blättern das Virus nachgewiesen wurde.

  • Rote Markierungen weisen einen Virusbefall von 80-100% aus,
  • orange/gelb gefärbt sind Proben mit 50-70% Befall,
  • und grün sind die "wenigen" Proben mit <=40% Befall.

Übrigens ist Limagrain Pionier und war erster Anbieter von TuYV-resistenten Sorten in Deutschland, mit z.B. LG ARCHITECT oder ASTERION.

Juli 2017 - LG Raps-Monitoring bestätigt hohen Virusbefall in Deutschland

Edemissen (08.08.2017) – Im Rahmen eines breit angelegten Virustests im Raps durch die Firma Limagrain wurde ein sehr hoher Befall des Wasserrübenvergilbungsvirus TuYV in Deutschland festgestellt. 

Im Frühjahr 2017 wurden auf mehr als 600 Betrieben über ganz Deutschland Blattproben gesammelt und durch das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg analysiert. Die Ergebnisse bestätigen die Vermutung, dass der Virusbefall nahezu flächendeckend anzutreffen ist. „In vielen Regionen sind 100% der untersuchten Pflanzen mit der Krankheit infiziert“, resümiert Frau Dr. Habekuß vom Julius Kühn-Institut.

Bereits im Vorjahr wurde durch LG ein erstes Virusmonitoring durchgeführt: „In 2016 haben wir bereits sehr hohen Virusbefall im Norden und im Osten Deutschlands festgestellt“, erklärt Klaus Ahrens, Marketingleiter bei LG. „Dieses Jahr haben wir die Zahl der Standorte stark ausgeweitet, um ein noch detaillierteres Bild zu bekommen. Zudem sehen wir in 2017 auch einen höheren Befall im Süden Deutschlands!“

Das hohe Blattlausaufkommen im letzten Jahr war bereits ein erstes Indiz für einen hohen Virusbefall. Das Virus kann vor allem bei früher Infektion Auswirkungen auf die Ertragsleistungen der Pflanze haben. Da kaum Lösungen im Bereich des Pflanzenschutzes vorhanden sind, hilft laut Limagrain der Anbau resistenter Sorten. „Das Wasserrübenvergilbungsvirus kann bis zu 15% Ertrag kosten. Wichtig ist es daher, auf Nummer sicher zu gehen und auch zwischen toleranten und resistenten Sorten zu differenzieren“. Mit LG ARCHITECT und ASTERION verfügt LG über die ersten zugelassenen Sorten mit Resistenz in Deutschland. Mehr Informationen zu den Sorten gibt es unter www.LGseeds.de.

Pressespiegel TuYV

Das TuYV-Virus wird immer mehr Thema für Fachmedien, Institute und auch Landwirte. Wir haben relevante Artikel, Berichte und Informationen für Sie zusammengestellt. Zum Pressespiegel TuYV

Von TuYV befallene Rapspflanze