Sicherheit im Rapsanbau

Erfolgreicher Rapsanbau ist von vielen Faktoren abhängig. Limagrain hat die vergangenen Jahre an vielen dieser Faktoren erfolgreich arbeiten können, und die Früchte dieser Arbeit stehen Ihnen als leistungsstarkes Sortiment zur Verfügung.

Je nach den Anforderungen auf Ihrem Betrieb können Sie Sorten mit besonderen Merkmalen nutzen. Ihnen stehen heute LG Rapssorten mit genetisch fixierter Schotenplatzfestigkeit zur Verfügung, ferner Sorten mit RLM7-Phomaresistenz, Sorten mit Resistenz gegenüber dem Wasserrübenvergilbungsvirus, und nicht zuletzt Rapssorten mit rassenspezifischer Kohlhernie-Resistenz.

Limagrain überzeugt von Beginn an in der Raps Züchtung mit Ertragssicherheit und Innovationen. Angefangen mit den sehr leistungsstabilen Liniensorten, wie z.B. die für Jahre meist angebaute Liniensorte ADRIANA, gefolgt von ARABELLA, weiter über erste sehr erfolgreiche Hybridrapssorten wie ARSENAL stehen bei LG nach den ersten Kohlhernie resistenten Sorten inzwischen auch ganz neue Typen zur Verfügung, die ohne erkennbare Ertragsdefizite gegenüber topaktuellen Sorten zusätzlich die Kohlhernie-Resistenz mitbringen.

Mit ARISTOTELES steht dem Landwirt auch auf gefährdeten Flächen eine Sorte zur Verfügung, die ertraglich mit den Topsorten unter Nomalbedingungen standhält.

Übersicht der LG Kohlhernie resistenten Sorten


Kohlhernie-Resistenz: Was hat es damit auf sich?

Die Bedeutung

Die Ausbreitung des Kohlhernie-Erregers nimmt zu. Zwar lässt sich als Schwerpunktgebiet der Norden bis Nordosten Deutschlands eingrenzen, aber inzwischen sind fast bundesweit befallene Einzelstandorte und Regionen bekannt.

Kohlherniebefall führt nicht selten zum Totalausfall der Kultur.

Der Anbau resistenter Sorten ist auf diesen betroffenen Standorten die einzige Alternative. Die LG Winterraps-Hybriden mit rassenspezifischer Kohlhernie-Resistenz bieten auf vielen kontaminierten Flächen sicheren Schutz gegen wirtschaftlich bedeutenden Krankheitsbefall.

Kohlhernie - das Schadbild

Kohlherniebefall führt im Wurzelbereich von Rapspflanzen zur Ausbildung von knollenartigen, knotig verdickten Gallen, welche zur Zerstörung der Wurzeln und Leitgefäße führen.

Die Nährstoff- und Wasserversorgung wird in hohem Maße beeinträchtigt, so dass es zunächst zur Welke der Blätter und im weiteren Verlauf zum Absterben der befallenen Pflanzen kommt. Jahr für Jahr entstehen durch die Kohlhernie massive Schäden im Winterrapsanbau bis hin zum Totalausfall der Kultur.

Im Bild sehen Sie den Unterschied zwischen nicht resistentem Material und der ersten resistenten Sorte von LG, ANDROMEDA.

Kohlhernie - der Erreger

Biologie und Bedeutung des Erregers:

Hervorgerufen wird die Fruchtfolgekrankheit durch den pilzähnlichen bodenbürtigen Erreger Plasmodiophora brassicae. Der Lebenszyklus (siehe Abb.) zeigt, dass der Ausgangspunkt jeder Infektion die Dauersporen im Boden sind. Im Gegensatz zu den meisten Krankheiten des  Rapses - wie z.B. Phoma – werden diese Sporen nicht über den Wind, sondern nur mit infiziertem Pflanzenmaterial und bei der Verfrachtung von Bodenpartikeln, z.B. anhaftend an landwirtschaftlichen Geräten sowie durch Oberflächenabfluss verbreitet. Problematisch ist vor allem die sehr lange Überlebensfähigkeit im Boden, die ohne zwischenzeitlichen Anbau von Wirtspflanzen bis zu 20 Jahren betragen kann.

Lebenszyklus des Kohlhernieerregers Plasmodiophora brassicae  

Der Zeit kann man von einer Befallsfläche in Deutschland von etwa 40.000 ha mit steigender Tendenz ausgehen. Als Effekt der Klimaveränderungen  ist mit einer Zunahme von feucht- warmer Witterung im Spätsommer und Herbst zu rechnen. Dadurch wird die Ausbreitung der Krankheit weiter beschleunigt. Seit langem ist das Auftreten der Kohlhernie im Raps in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bekannt, aber inzwischen kommen auch aus den meisten anderen Bundesländern vielzählige Meldungen über befallene Felder.

Kohlhernie - Lösungsmöglichkeiten

Kulturtechnische Maßnahmen und resistente Sorten

Da der Verzicht auf den Anbau von Winterraps auf befallenen Flächen bedeutende wirtschaftliche sowie ackerbauliche Einschränkungen mit sich brächte, müssen die betroffenen Betriebe andere Lösung finden.

  • Eine Bekämpfung mit Hilfe von Fungiziden ist aber nicht möglich
  • und der umstrittene Einsatz von Kalkstickstoff bringt bestenfalls eine Teilwirkung.
  • Darum lautet das Mittel der Wahl: Anbau resistenter Sorten.

Für diesen Zweck stehen Hybridwinterrapssorten mit rassenspezifischer Resistenz zur Verfügung. Da der Erreger eine große Vielfalt unterschiedlicher Rassen aufzuweisen hat, bieten diese Sorten zwar keine generelle Garantie für Befallsfreiheit, aber nach den vorliegenden Studien des Bundessortenamtes und des Julius-Kühn-Instituts, die im Rahmen der Sortenzulassung erstellt wurden, entsprechen die Resistenzeigenschaften der LG-Hybride ANDROMEDA denen der Standardsorte und sind in den meisten Anbauregionen wirksam.

Inzwischen hat LG weitere, leistungstärkere resistente Sorten im Portfolio, angeführt von unserer Empfehlung für Kohlhernie befallene Standorte: ARISTOTELES

ARISTOTELES Video