Ein hoher Rapserdflohdruck, schwache Wirkungsgrade eingesetzter Insektizide oder gar ganz ausbleibende Wirkungen der Pyrethroide als Resultat zunehmender Resistenzen auf Seiten des Schädlings. Phänomene, die nicht erste seit der Herbstausaat 2025 dazu geführt haben, dass der Rapserdfloh mittlerweile als größte Herausforderung für den Rapsanbau angesehen werden muss.
Daraus resultierend wächst das Interesse an alternativen Lösungen, wie sie LG mit der Beisaatmischung ASSIST+ bereits seit einigen Jahren anbietet. ASSIST+ besteht aus den drei frostempfindlichen Komponenten Purpurwicke, Alexandrinerklee und Bockshornklee und bietet für den Rapsanbau folgende Vorteile:
Zur Aussaat 2025 haben wir mit dem Fokus auf den Effekt der Schädlingsablenkung gemeinsam mit der Hochschule Neubrandenburg und Bachelorstudent Florian Witt einen Streifenversuch mit ASSIST+ in Westmecklenburg angelegt, der folgende drei Varianten umfasste:
Im Rahmen des Versuchs wurden im Herbst sowohl der Zuflug adulter Rapserdflöhe als auch die Anzahl der Larven pro Pflanze erfasst. Die Bestimmung des Käferzuflugs erfolgte hierbei mittels Gelbschalenfängen im Zeitraum vom 01. September bis 11. November. Der Larvenbefall, d.h. die Anzahl der Larven pro Pflanze wurde zum Vegetationsende mit einem Berlèse-Test (siehe Bilder) erfasst.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Beisaat einen Effekt auf den Zuflug der adulten Käfer hatte. Im Mittel über den Versuchszeitraum wurden in der ASSIST+-Variante 16% weniger Käfer gefangen als in der betriebsüblichen Variante. Verglichen mit der unbehandelten Variante lag die Reduktion bei 22%.
Noch deutlicher waren die Unterschiede des Berlèse-Tests (siehe Grafik). Im Vergleich mit der betriebsüblichen Variante konnte durch ASSIST+ der Larvenbefall, d.h. die Anzahl der Erdflohlarven pro Pflanze um 27% reduziert werden. Der Vergleich mit der unbehandelten Variante zeigte eine beachtliche Reduktion von 52%.
Der Larvenbefall steht in der Regel in einem engen Zusammenhang mit dem Käferaufkommen und setzt eine erfolgreiche Fortpflanzung und Eiablage durch den Schädling voraus. Die Tatsache, dass die Anzahl der Larven pro Pflanze durch ASSIST+ noch stärker reduziert werden konnte, als der vorangegangene Zuflug der adulten Käfer zeigt Folgendes:
Der Rapserdfloh wurde durch die Beisaat nicht nur bei der Orientierung seines Zuflugs, sondern auch bei der anschließenden Orientierung im Bestand abgelenkt. Dieses Phänomen lässt sich auf den erhöhten Biomasseaufwuchs sowie auf weitere Faktoren wie die Farbe und Blattform der Beisaatkomponenten, aber auch auf deren Geruch zurückführen.
Mit ASSIST+ steht dem Rapsanbau eine wirkungsvoller und vor allem nachhaltiger Assistent zur Verfügung. Unser Tipp: Kombinieren Sie ASSIST+ mit unserer Top-Sorte LG AVENGER, die genetisch bedingt eine hohe Widerstandskraft gegenüber dem Rapserdfloh aufweist.
Meldung vom 22.09.2015, aktualisiert zum 08.10.2015
Bis zu 43% weniger Erdflohlarven, bis zu 80% weniger Unkraut und nicht zuletzt Stickstofffixierung durch Knöllchenbakterien: Das sind die Argumente, die für Beisaat sprechen.
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