DAS Gelbrostjahr - was ist 2014 passiert?

2014 wird im Winterweizen als DAS Gelbrostjahr in die pflanzenbaulichen Annalen eingehen. Der „Nichtwinter“ 2013/2014 in Verbindung mit den für den Erreger optimalen feuchtkühlen Witterungsbedingungen im zeitigen Frühjahr und bundesweit auftretenden aggressiven neuen Rassen hat zu einer "Gelbrostepidemie" in einem in Deutschland nie gekannten Ausmaß geführt.

Auffallend sind die ab Vegetationsbeginn im Frühjahr zufällig über das Feld verteilten Infektionsnester, die nur von lebenden und somit grün überwinternden Wirtspflanzen ausgehen können.

Gelbrostpusteln erscheinen im Jugendstadium des Getreides auf den Blättern zuerst orangegelb bis leuchtend gelb in der Schossphase und sind streifig/perlschnurartig zwischen den Blattadern aufgereiht.

Gelbrost führt innerhalb kürzester Zeit zur Vergilbung und im weiteren zum radikalen „Vertrocknen“ der Blattfläche.

Sommersporenlager werden an den Innenseiten der Spelzen gebildet.

Die strichelförmigen braunschwarzen Wintersporenlager entwickeln sich spät in der Vegetation auf den Blättern.

Neue rassenspezifische Gelbrostresistenzen

Aus Züchtersicht bestätigte sich die Erkenntnis, dass beschriebene rassenspezifische Gelbrostresistenzen durch das Auftreten einer oder mehrerer neuer Rassen quasi über Nacht durchbrochen werden können. Im umgekehrten Fall ist es aber auch möglich, dass gegenüber den bisher verbreiteten Rassen anfällige Sorten nicht zwingend anfällig gegenüber neuen Rassen sein müssen.

Unabhängig davon und unabhängig der Fungizidstrategie gibt es auch weit vor der Ernte unter den Sorten klare Gewinner.

COLONIA sowie die neuen Sorten MESCAL und SPONTAN waren dank Ihrer hervorragenden Gelbrostresistenz quasi klinisch rein, während sich einige der im Anbau weit verbreitete Sorten hochgradig anfällig zeigten.

Mike Taylor, langjähriger Weizenzüchter bei Limagrain, investiert im Rahmen der Resistenzzüchtung sehr viel Zeit in spezielle Infektionsprüfungen und hat wie kaum ein anderer einen großen Wissensschatz, der weit über Gelbrost hinausreicht.

Ährenfusarium, DTR, Braunrost aber auch Insektenresitenzen sind weitere Steckenpferde von Mike Taylor. Und obwohl heute keiner voraussagen kann, ob bzw. wann wieder mit einer vergleichbaren dramatischen Gelbrostinfektion zu rechnen ist, steht eines fest:

Sortenresistenzen statt zusätzlicher Fungizid-Spritzungen

Irgendeine Krankheit wird es auch im nächsten Jahr geben, die anstatt mittels zusätzlicher Fungizidspritzungen im Idealfall dank wirksamer Sortenresistenzen ganz einfach in Schach gehalten werden kann. Ein Blick auf die Resistenzleistung der Sorten lohnt sich also immer!

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Z-Saatgut erkennen Sie am blauen Etikett. Auf diesem Etikett finden Sie die - für eine sichere Aussaat wichtigen - Informationen und Angaben zu Fruchtart, Anerkennungsnummer, Garantierte Sortenechtheit, Gewichts-/Kornzahlangabe, TKG, Keimfähigkeit (KF), Angaben zum Beizmittel.

Um den hohen Anforderungen an Z-Saatgut gerecht zu werden, müssen alle an der Saatguterzeugung beteiligten Partner strengste Qualitätskriterien erfüllen. Limagrain ist seit 2007 QSS zertifiziert - Sie als Landwirt oder Handelspartner profitieren damit von der lückenlose Rückverfolgbarkeitskette.