Dr. Stefan Abel, Rapszüchter

"Wir sind erfolgreich, Krankheiten im Raps durch Resistenzen zu begegnen, allerdings steht das Etragspotenzial einer Sorte immer noch im Vordergrund."

Dr. Stefan Abel weiß genau wovon er spricht, denn zu seinen Schwerpunkten als Rapszüchter bei Limagrain zählen die

  • Hybridzüchtung,
  • die Kohlhernie-Resistenzzüchtung und die
  • Züchtung auf Schotenplatzfestigkeit.

Mit diesem spannenden Themenumfeld ist er zusätzlich für die Betreuung wissenschaftlicher Projekte zuständig. Im Rahmen einer Limagrain Fachtagung Raps im März 2015 stellte er diese Thematik ausführlich dar - hier finden Sie die Ausführungen zu Leistung trifft Resistenz.

Hybrid-Züchtung:

Da bedarf es inzwischen nicht mehr vieler Worte: Mit ARABELLA verfügt LG zwar über eine ausgezeichnete Liniensorte, welche vielen Hybriden durchaus das Wasser reichen kann, aber der Trend geht eindeutig zur Hybrid-Züchtung. Dafür spricht das hohe Potenzial an Zuchtfortschritt in der Zukunft. Dies hat Stefan Abel schon frühzeitig erkannt und die Limagrain Züchtung in dieser Richtung maßgeblich mit geprägt.

Kohlhernie-Resistenz:

Auf den Punkt gebracht muss man heute sagen: Rapsanbau auf Kohlhernie befallenen Flächen ist in absehbarer Zukunft ohne resistente Sorten nicht möglich. Es gibt keine erprobte sichere Alternative zu Kohlhernie resistenten Sorten auf diesen Flächen. Und das Beunruhigende ist, dass die Flächen mit Kohlherniebefall (derzeit Schwerpunkt Norddeutschland) sich weiter ausbreiten. Nähere Information hierzu im Artikel "Sicherheit im Rapsanbau".

Schotenplatzfestigkeit:

Jede Schote, die vor der Ernte platzt bedeutet Ertragsverlust. Als Zweitfolge kommt es zum Keimen des Ausfallrapses. Der wiederum ist unerwünscht, weil er wieder als Wirtspflanze für Krankheiten und Schädlinge des Rapses fungiert. So weit die Theorie. In der Praxis bringt die Schotenplatzfestigkeit weitere Vorteile mit sich: ein um 5 – 7 Tage erweitertes Erntefenster. Es gibt signifikante Unterschiede in der Platzfestigkeit zwischen den Sorten. Diese Abhängigkeit von der Sorte ist größer, als sie zwischen Orten oder Jahren auftreten würde. Limagrain hat hierzu gezielt genetische Resourcen verwandter Arten geprüft und Rettich als Quelle der Schotenplatzfestigkeit genutzt. Weitere Ausführungen und Untersuchungen finden Sie im Artikel Schotenplatzfeste Rapssorten.

Stefan Abel persönlich:

Ob es Rapsöl ist, das in Stefans Adern fließt - wir bezweifeln es. Und doch ist seine Verbundenheit mit Raps ganz außerordentlich.

Stefan Abel ist 1975 geboren und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau, Schweine- und Bullenmast in der Grafschaft Hoya aufgewachsen. Wenn wir nachrechnen - das ist auch die Zeit der ersten 00-Rapssorten - das nur so nebenbei. Aber Spaß beiseite. Pflanzen und Biologie interessierten ihn schon immer. Mit dem Berufsziel "Phytomediziner" erkannte er in einem Praktikum, dass Landwirtschaft hierfür der passende Studiengang wäre.

Lieber resistente Sorten züchten, statt Krankheiten behandeln

Im Studium hat er dann aber bald festgestellt, dass es viel interessanter sein kann krankheitsresistente Sorten zu züchten, statt kranke Pflanzen gesund zu machen. Der Schwenk von Phytomedizin hin auf die Pflanzenzüchtung war die logische Konsequenz. Das Studium der Agrarwissenschaften hat Stefan Abel über die Stationen Göttingen, Kiel und Aas (Norwegen) abgeschlossen, und im Anschluss hat er in Göttingen promoviert.

Beim Thema der Promotion ging es bereits um Raps, der Titel der Arbeit lautete: Resynthetisierter Raps als Modell zur Untersuchung der fixierten Heterosis bei allopolyploiden Pflanzen. Mit diesem Projekt ist Stefan Abel nicht nur zum Kern der Rapszüchtung vorgedrungen, sondern sein Arbeit wurde auch ausgezeichnet mit dem Kurt-von-Rümker Preis und dem Gaterslebener Forschungspreis. 

Im Anschluss kam Stefan Abel direkt als Rapszüchter zu Limagrain. Neben seiner Tätigkeit in Deutschland zeichnet er sich heute für das zentraleuropäische Winterrapsprogramm verantwortlich, und das macht ihm Spaß: "Ich schätze besonders die Internationale Zusammenarbeit und die abwechslungsreiche Tätigkeit, sowie das gute Arbeitsklima". Dem fügt er unvermittelt an, dass er starken Rückhalt durch seine Familie erfahre.

Stefan Abel ist verheiratet und hat zwei Töchter (5 und 10 Jahre). In seiner Freizeit genießt er die gemeinsame Zeit mit der Familie, besonders gerne in der Natur und im eigenen Garten.

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