Dr. Holger Scheffczyk, Maiszüchter

"In der Regel sind es jedes Jahr drei Neuzulassungen Mais für die Limagraingruppe in Deutschland, und Limagrain Maissorten zeichnen sich besonders durch hohe Silomaiserträge und sehr gute Futterqualität aus. Besonderes Augenmerk liegt auf der Züchtung von ertragreichen und ertragsstabilen Körnermais und Doppelnutzungssorten (Silo- u. Körnermais)", resumiert Dr. Holger Scheffczyk, Maiszüchter bei Limagrain.

Was hat sich die letzten Jahre verändert?

Die Methode der Erzeugung von Inzuchtlinien auf Grundlage der Doppel-Haploid (DH) Technik hat sich in den letzten Jahren vollständig etabliert. Das Limagrain Zuchtprogram wurde mit Beginn 2014 auf 100% Züchtung von DH-Inzuchtlinien umgestellt. Dadurch konnte der Weg von der Ausgangskreuzung  bis zur eingetragenen Sorte von 10 auf 8 Jahre verkürzt werden.

Neue innovative Zuchtmethoden haben in den letzten Jahren unseren Züchtungserfolg maßgeblich mitbestimmt:

  • im Feldversuchswesen - die Online NIRS- Technik, die es erlaubt Versuchsergebnisse einschließlich der Pflanzeninhaltsstoffe unmittelbar nach der Ernte in die Verrechnungsprogramme zu übertragen und damit eine schnelle Vorbereitung der nächsten Züchtungsgeneration in der Wintergeneration zu gewährleisten.  
  • In der Zuchtmethodik: Auslese geeigneter Ausgangslinien mit Hilfe von genetischen Markern. Hier stehen dem Züchter eine Reihe von Kollegen von Limagrain Europa zur Seite, um genomweite Analysen des Züchtungsmaterials durchzuführen. Die ersten Linien, die mit Hilfe dieser Programme selektiert wurden, werden zur Zeit firmenintern in Leistungsprüfungen getestet.
  • Wintergeneration in Chile, Peru, Neuseeland und Mexiko: Um den Zuchtfortschritt schnellstmöglich voranzubringen, wird das Zuchtmaterial nach der Ernte in Europa in südlicher Hemisphäre wieder ausgesät. Dadurch können wir 2 – 3 Generation in einem Jahr ernten.

"Ein schöner Nebeneffekt ist es für die Züchter, diese Länder etwas näher kennenzulernen. Allerdings ist es kein Erholungsurlaub, sondern während der Ernte komme ich manchmal ganz schön ins Schwitzen", meint Holger Scheffczyk.

Ausbildung, Stationen und Privates von Dr. Holger Scheffczyk

Studium und Promotion

Holger Scheffczyk, Jahrgang 1961, ist in der Oberlausitz im Dreiländereck Deutschland- Tschechien- Polen aufgewachsen, als Stadtkind in Zittau. Trotzdem war er schon immer sehr naturverbunden und an Naturwissenschaften interessiert (insbesondere Biologie/Chemie).

Ein landwirtschaftliches Studium führt ihn an die Martin–Luther-Universität in Halle, wo er in der Fachrichtung „Pflanzenzüchtung und Saatgutvermehrung“ (1981 bis 1986) studiert und seine Diplomarbiet zum Thema Zuchtmethodik in der Roggenzüchtung schreibt.

Als Doktorant befasst er sich bis 1990 am Institut für Futterpflanzen der Akademie der Landwirtschaft in Paulinenaue mit dem Bereich Futtergräserzüchtung.

Promoviert hat Holger Scheffczyk 1993 an der Martin-Luther-Universität in Halle zu einem Thema in der Futtergräserzüchtung: „Untersuchungen zum züchterischen Wert festucoider Rückkreuzungsbastarde innerhalb der Kreuzungsrichtung Lolium multiflorum x Festuca arundinacea".

Tätigkeiten als Züchter

Die erste Station außerhalb der Hochschule: Holger Scheffczyk beginnt 1991 seine Tätigkeit als Maiszüchter bei Agroplant SES (in der nähe von Würzburg). Nach der Fusion von SES und VanderHave zu Advanta wird im Jahr 1997 das Zuchtprogramm von Bad Mergentheim nach Buggingen verlagert. In Buggingen ist Holger Scheffczyk von 1997 – 2006 als Maiszüchter für Advanta tätig mit Verantwortung für  das Zuchtprogramm Deutschland, sowie als Produktmanager für Tschechien, Österreich und Schweiz.
Mit dem Verkauf der Maiszüchtung Advanta an Limagrain (2006) erfolgt die Organisation der Umsiedlung der Maiszüchtungsstation von Buggingen nach Frankreich (Rheinfelderhof).

Seit 2008 obliegt ihm die Leitung von von 2 Arbeitsgruppen:

  • Zuchtgarten Zone 1 in der Zuchtstation Rheinfelderhof (Elsass) und
  • Saatzuchtleiter der Zuchtstation Greven (NRW)

Innerhalb der Group Limagrain ist Holger Scheffczyk verantwortlich für die Züchtung von frühen Silomais-  und Körnermaissorten für den Deutschen und  Nordeuropäischen Markt (FAO 200 bis FAO 240).

... und privat

Dr. Holger Scheffczyk ist verheiratet und hat zwei erwachsenen Söhne. Neben der Familie ist ihm Sport sehr wichtig, und zwar hauptsächlich Volleyball. Zu wöchentlich 2x Training kommen am Wochenende noch die Punktspiel-Einsätze. Im Sommer darf es gerne auch Beachvolleyball mit Freunden in Italien, Spanien, an der Ostsee oder auf den Sandplätzen in Freiburg sein.

"Komplett photoshopiert" nennt Holger Scheffczyk das Bild seines Zuchtgarten-Teams 2014

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