Christian Thul, Verkaufsberater

Rapsanbau in der Metropole Ruhr

Jeder kennt das Ruhrgebiet, jeder hat dazu sofort Bilder im Kopf, Ruhrpott, Schlote, Schimanski, schlechte Luft ...

Aber der drittgrößte Ballungsraum Europas mit 5 Mio. Einwohnern hat auch überraschend andere Seiten zu bieten. Von der gesamten Fläche des Ruhrgebietes mit 4.435 km² werden tatsächlich knapp 40% (1.800 km²) landwirtschaftlich genutzt. Dies sind 4.500 Betriebe, jeweils zur Hälfte Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe. An den überraschendsten Ecken sind diese Betriebe zu finden, in der Mitte des Ruhrgebietes eher als Direktvermarkter, in den Randlagen hingegen vermehrt die klassischen Landwirtschaftsbetriebe.


Nebst Getreide mit knapp 52.000 ha werden in der Region Mais (28.000 ha) und Raps mit 6.500 ha (gesamt NRW 55.000 ha) angebaut.

Natürlich bedingt die enge Verzahnung von Wohnen, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft einige Probleme.

  • Emissionsauflagen
  • Konflikte mit Anwohnern
  • Flächenverluste, jedes Jahr gehen 1.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche verloren (1995 – 2010 15.630 ha)
  • Dementsprechende Pachtpreise
  • Gänse, Schwäne, Tauben im Raps
  • Klimatische Bedingungen für den Rapsanbau

Auf die beiden letzten Punkte möchte ich näher eingehen. Vielerorts ist der Niederrhein durch seinen jährlichen Besuch der Gänse bekannt, welche dort ihre Winterplätze finden. Hohe Grünlandanteile sowie viele Wasserflächen fördern den Besuch. Allerdings ernähren sich die Gänse auch von anderen Kulturen wie das Wintergetreide und den Raps. Das Problem weitet sich auch in die westlichen Bereiche des Ruhrgebietes aus, welches unmittelbar an den Niederrhein grenzt. 

Gänse, Schwäne und Tauben führen im Raps zu Verlusten zwischen 10 und 90 %. Die größten Probleme beginnen im Zuflug der Tauben im auflaufenden Raps. Die Rapspflanzen sind noch sehr klein und entsprechend gefährdet. Dabei werden besonders gerne Stellen im Schlag aufgesucht, welche durch einen verzögerten Aufgang ideale Landestellen für die Tauben darstellen. Sind die Bestände dicht bewachsen werden diese nicht so gerne von den Tauben aufgesucht. Im weiteren Verlauf der Vegetation werden viele Rapsschläge über den Herbst und Winter dann durch die größeren Kandidaten wie Gänse und Schwäne regelrecht beweidet.

Was tun? Nebst der Methode, die Vögel mit verschiedenen Maßnahmen zu verscheuchen werde ich seitens der Landwirte immer wieder aufgefordert, entsprechende Sorten zur Verfügung zu stellen.

Hier kommt durchaus die Sortenwahl ins Spiel.

Generell können hier die Hybriden ihren Vorteil der Schnellwüchsigkeit voll ausspielen. Dafür bietet LG den Landwirten mit seinen Rapshybriden eine sehr gute Möglichkeit. Innerhalb des Sortiments gibt es natürlich bei den Hybriden noch Unterschiede in der Vorwinterentwicklung.

Von daher empfehle ich immer die robusten und schnellwüchsigen Sorten ARSENAL, ARCHIMEDES und ALICANTE zur Problemlösung. Alle drei Sorten verfügen über eine weitere geniale Eigenschaft, es handelt sich um genetisch fixierte Schotenplatzfestigkeit. Und das führt uns zum nächsten Punkt der Probleme in der Region Ruhr, der Witterung:

Mit zunehmender Häufigkeit sind heftige Regen und Gewitterereignisse in Deutschland zu beobachten. Das Ruhrgebiet befindet sich in sehr westlicher Lage und wird daher sehr häufig von Unwetterereignissen getroffen. Im Juli 2009 traf es die Region um Krefeld sehr heftig, von da an konnte man Krefelder Autos am Nummernschild und den Beulen erkennen. 2014 machte Ela von sich Reden, am Pfingstmontag zog der Sturm eine Schneise der Verwüstung quer durch das Ruhrgebiet. Aber nicht nur die extremen Ereignisse mit Sturm und Hagel sondern auch die seit Jahren recht durchwachsenen Ernteperioden erschweren den Landwirten den Ernteerfolg. Häufig wechselnde nasse und trockene Tage verzögern den Fortlauf der Ernte. Und je länger es beim Raps über den optimalen Erntetermin hinaus dauert, desto mehr Verluste durch Ausfall muss der Rapsanbauer erleiden, sprich er verliert bares Geld. Auch hier kann eine Sortenwahl das Problem minimieren. Mit den TOP LG Hybriden ARSENAL, ARCHIMEDES und ALICANTE können teure Ausfallverluste deutlich reduziert werden.

Natürlich empfehle ich diese Hybriden in ganz NRW, da die Schädlings- und Witterungsproblematik sich überall findet.

Denn wer im Ruhrgebiet überlebt, schafft es überall! 

Ihr Christian Thul

Natürliche Wachstums-Stimulanz "starcover" für mehr Ertragssicherheit

Edemissen – Aus pflanzenbaulicher Sicht ist die Saatgutbeizung der effizienteste...

mehr
Mais Ergebnisse 2017 - LSV und weitere Prüfungen

Erste Ergebnisse zum Mais LSV, zu EU-Prüfungen und Versuchen des Handels liegen...

mehr
Die LG Mais Umbruch-Versicherung

Umbruch-Versicherung: Der Unwetter-Protektor, damit Sie nicht umsonst ackern....

mehr
LG Wachstums-Stimulanz - für ein Plus an Ertragssicherheit

Wachstums-Stimulanz beim Mais - ein Plus an Ertragssicherheit durch Kombination...

mehr
Machen Sie den Silo-Check

Verdichtung im Silo: Eine hohe Schlagkraft der Ernte auch in der Verdichtung im...

mehr

Sie suchen einen vielseitigen Beruf, der Feldarbeit und Büroarbeit miteinander verbindet. Sie interessieren sich gleichermaßen für die Biologie der Pflanzen und für Methoden im Labor und am Computer. Dann sollten wir uns kennen lernen :-)

Dialog Online

Ihr Online Ansprechpartner ist Gerold Steinbach
Tel.: 05176-9891-45
E-Mail senden

Neben der Website von LG finden Sie uns auch auf 

Facebook
Twitter 
Google+
Youtube

Oder nutzen Sie den LG Newsletter, mit Informationen 4x im Jahr.

Wir freuen uns.

Ihr Gerold Steinbach,
Online-Marketingmanager