Rapsöl: Gesunde Ernährung


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Jedes Jahr im Mai ist es wieder soweit: Nach 11 Monaten Reifezeit blühen die Rapsfelder und überziehen die Landschaft auf einer Fläche von rund 1,5 Mio. Hektar mit einem leuchtend gelben Blütenteppich. Einige Wochen später bleiben davon nur noch dünne Schoten mit kleinen, unscheinbaren schwarzbraunen Samenkörnern zurück – die es aber in sich haben: Aus ihnen wird ein sehr hochwertiges und besonders vielseitiges Pflanzenöl gewonnen, das ernährungsphysiologisch seinesgleichen sucht.  

Die Balance macht’s

Fett ist nicht gleich Fett, wissenschaftlich werden die sogenannten Fettsäuren in drei Gruppen unterteilt: gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Grundsätzlich gilt, dass ein gesundes Öl einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und einen geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthalten sollte. Hier hat Rapsöl unter den pflanzlichen Speiseölen mit nur 6 g pro 100 g an gesättigten Fettsäuren den niedrigsten Wert. 

Die ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf den Cholesterinstoffwechsel aus, hier sind besonders die Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren bekannt. Es gilt aber nicht einfach „viel hilft viel“, entscheidend ist das Verhältnis der Fettsäuren zueinander, das in Rapsöl nahezu optimal ist. Ein regelmäßiger Verzehr unterstützt die Gehirnfunktion, senkt den Blutdruck, wirkt entzündungshemmend und stärkt die Immunabwehr.

Hinzu kommt: ein Esslöffel Rapsöl deckt bereits den täglichen Bedarf an Vitamin E zu rund einem Drittel. Damit unterstützt es den Körper bei der Bekämpfung schädlicher, krebsauslösender freier Radikale. 

Mediterrane Ernährung mitten in Deutschland?

Es ist mittlerweile bekannt, dass sich eine mediterrane Ernährung positiv auf Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen auswirkt. So konnte ein französisches Forscherteam das kardiovaskuläre Risiko mit der sogenannten Kreta-Diät nachweislich um bis zu 50 Prozent senken.

Zentraler Punkt der Studie war die Verwendung von Rapsöl, Olivenöl und Margarine aus Rapsöl anstelle von herkömmlichen Fetten, Butter oder Sahne. Unser wichtigstes heimisches Pflanzenöl ist also ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden „mediterranen“ Ernährung. 

Typische Zutaten sind Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte, Seefisch und Joghurt, ebenso reichlich Kräuter und Knoblauch. Alle Produkte sollten frisch sein und schonend gegart werden. Das Ergebnis sind Aroma und Leichtigkeit. 

Gepresst und kaltgepresst

Der größte Teil der Rapssaat wird in großen Ölmühlen erwärmt, gepresst und anschließend raffiniert, also von Trüb-, Farb- und Geschmacksstoffen befreit. Das Ergebnis ist ein hellgelbes, klares, geruchs- und geschmacksneutrales Öl mit vielen hochwertigen Fettsäuren, das vielseitig verwendet werden kann. Zum Kochen, Dünsten, Braten und Frittieren ist Rapsöl bestens geeignet und lässt wegen des neutralen Geschmacks den Aromen der frischen Zutaten den Vortritt. 

Besondere Spezialitäten sind kaltgepresste Rapsöle. Hierfür werden kleinere Mengen Rapssaat bester Qualität kalt gepresst und teilweise zuvor geschält. Das so gewonnene Öl ist milder im Geschmack als das aus ungeschälter Saat und wird als „Rapskernöl“ angeboten. Kaltgepresstes Rapsöl hat eine intensiv honiggelbe Färbung und ein leichtes bis kräftiges nussiges Aroma: ideal für Salate, die kalte Küche und zum verfeinern von Dips, Marinaden und Dressings.

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