Der LG Mais Stärke-Rechner

Welcher Mais passt am besten zu meinem Betrieb, wie kann ich die Ration mit der Sortenwahl beim Mais optimieren?

Die Maissorte ist nicht das "Allheilmittel", wenn es um die optimale Futterversorgung der Milchviehherde geht. Es gibt viele weitere Hausaufgaben, die sorgfältig erledigt sein wollen, um qualitativ hochwertige Futterrationen überhaupt zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • Für die Region von der Abreife passende Sorten einsetzen (sichere Siloreife erreichen)
  • Den optimalen TS-Gehalt von 30-35% einhalten
  • Höhe und Breite des Silos so gestalten, dass ausreichend Vorschub gewährleistet ist
  • Sorgfältiges Walzen und Abdecken des Silos

Mais liefert - im Vergleich zu Gras - hohe Anteile Stärke und ist damit eine wichtige energetische Komponente für Versorgung der Milchkuh. In Rationen mit hohem Maisanteil (>=60%) können aber die hohen Stärke- und Zuckergehalte der Gesamtration zu Verdauungsproblemen und Pansenazidose führen.

Ration 1: Stärkereiche Sorten in Rationen mit hohem Grasanteil

In dem ersten Fenster der App können Sie Ihre Ration eintragen. Dabei ist eine differenzierte Ration für Frisch- und Altemelker möglich. In der Beispielration liegen Mais und Grassilage in einem ausgewogenen Verhältnis vor. Empfohlene Maissorten zu dieser Beispielration sind stärkereiche Maistypen.

Ration 1: Alles im grünen Bereich mit stärkereichen Sorten

Mit Berechnung der Rationen steht für beiden Melkgruppen die Ampel auf 3x GRÜN. Sowohl Stärke und Zucker, Strukturwert und ruminale N-Bilanz passen für die jeweilige Leistungsgruppe.

Ration 2: Maisbetonte Ration

Achtung - der Stärkerechner ist kein Futterrechner. Er dient nicht dazu, eine komplette Ration zu optimieren, sondern es gut nur darum den optimalen Maistyp zu ermitteln.

Hier im Beispiel nun eine "auf dem Papier" zusammengestellte Ration mit hohen Maisanteilen. 

Ration 2: Empfehlung Sorten mit hoher Restpflanzen-Verdaulichkeit

Für Frischmelker bis 300 g/kg Stärke & Zucker je kg TM - das ist der Grenzwert. Für Altmelker sollte die Konzentration niedriger liegen. Wegen erhöhter Azidosegefahr für Frischmelker bzw. Verfettungsgefahr bei Altmelkern sollte bei dieser Ration ein Mais mit hoher Restpflanzenverdaulichkeit zum Einsatz kommen.

Erläuterung der Ergebnisse und Empfehlungen

Kalkulationen - ob jetzt die zu Grunde liegenden Angaben grob geschätzt oder exakt ermittelt sind - haben immer einen Nachteil: Sie liefern "nur" ein Ergebnis. So schwarz und weiß lässt sich aber nicht alles erklären. Deshalb liegt dem Stärke-Rechner noch eine "gewisse" Abwägung zu Grunde.

Wenn für Frisch- und Altmelker verschiedene Silos zur Verfügung stehen, dann kann für beide Leistungsgruppen der optimale Mais getrennt ermittelt werden. So weit so gut. In der Praxis stehen aber auch für unterschiedliche Leistungsgruppen nicht zwangsläufig unterschiedliche Silos zur Verfügung.

Für die Fütterung aus 1 Silo sind deshalb folgende Bedingungen hinterlegt:

  • Bei Fütterung aus 1 Silo muss für Frisch- und Altmelker die gleiche Sortenempfehlung erfolgen
  • Wegen der höheren Leistung und wegen größerem Risiko von Azidose hat die Optimierung der Frischmelkergruppe Vorrang, Die Empfehlung der Altmelker ist damit von der Empfehlung für Frischmelker abhängig.
  • Nur, wenn sich die Frischmelker bereits im Grenzbereich befinden (kritische Grenze von 280-300 g Zucker & Stärke je kg TM), beeinflusst die Empfehlung für Altmelker die Gesamt-Empfehlung.

Übersicht der Ergebnisse Mais inklusiv offizieller Empfehlungen - Angaben werden stetig ergänzt. 

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