LG Animal Nutrition®

Kontinuierlicher Züchtungsfortschritt für hochverdauliche Silomaissorten

Bei der Entscheidung für eine Maissorte spielt für rinderhaltende Betriebe die Verdaulichkeit der Sorte immer häufiger eine wichtige Rolle. Noch vor einigen Jahren sprach man beim Mais fast ausschließlich über GTM-Ertrag und Stärkegehalt. Inzwischen rückt das Thema Restpflanzenverdaulichkeit mehr und mehr in den Fokus der Milchvieh- und Rindermastbetriebe.

Für die LG Züchtung ist die Verdaulichkeit kein neues Thema. Sie stellt seit mehr als 30 Jahren einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt dar.  

Die LG Züchtungsphilosophie umfasst:

  • Ein genau an die Bedürfnisse von Milchkühen und Masttieren angepasstes Forschungs- und Entwicklungsprogramm,
  • basierend auf Kenntnissen über die Tierbedürfnisse,
  • unterstützt durch spezifische Forschungsbemühungen (inkl. Sortentests und Fütterungsversuche),
  • zur kontinuierlichen Verbesserung des Futterwertes von Silomais, besonders signifikant bezüglich der Verdaulichkeit.

Diese jahrelange Erfahrung und die züchterischen Fähigkeiten haben viele erfolgreiche Maissorten hervorgebracht, die für Milchvieh- und Rindermastbetriebe in ganz Europa ein Plus an Leistung im Grundfutter bedeuten.

LG Maissorten – Geprüfte Qualität

Aus diesem Grund verstehen wir uns nicht nur als Züchter von Maissorten für alle Nutzungsrichtungen, sondern auch als echte Verdaulichkeitsprofis für Silomais. Unterstrichen wird dieser Anspruch mit dem Qualitäts-Siegel LGAN – Animal Nutrition. LGAN umfasst nicht nur den Züchtungsschwerpunkt. LGAN steht vielmehr für höchste Qualität, die Jahr für Jahr in mehr als 200.000 Proben analysiert und bestätigt wird.

Erkennungszeichen für mehr Qualität

Alle LG Maissorten mit hoher Restpflanzenverdaulichkeit erkennen Sie am markanten gelb-roten LGAN-Siegel. LGAN steht dabei für LG Animal Nutrition. Sorten, die sich neben der Verdaulichkeit zusätzlich durch einen hohen Stärkegehalt auszeichnen, werden ebenfalls unter dem Dach von LGAN geführt und sind zusätzlich mit dem Siegel HSV (High Starch Value) gekennzeichnet.

Vertrauen Sie dem Know-how und der Expertise der LG Verdaulichkeitsprofis und setzen Sie auf die Sorten mit dem gelb-roten Qualitätssiegel LG Animal Nutrition!

Futterwert-Optimierung

Aspekte der Sortenauswahl

Bei der Auswahl der richtigen Maissorte für optimalen Futterwert müssen zwei Aspekte beachtet werden

  1. Die Maissorte muss sowohl Stärke als auch Restpflanzenverdaulichkeit mitbringen.

  2. Das richtige Verhältnis von Stärke und Restpflanzenverdaulichkeit wird durch die Ration bestimmt.

In der Abbildung erkennen Sie die beiden Silomaistypen, die je nach Ration zum Einsatz kommen sollten. Wenn die Ration definiert ist, kann die gezielte Sortenwahl in Abhängigkeit von weiteren Entscheidungskriterien wie Reifezahl, Mehrfachnutzung oder Standorteignung erfolgen. So sind die Sorten LG 30.222 oder LG 30.215 beispielsweise ideal kombinierbar für Milchviehbetriebe, die neben qualitativem Silomais auch Körnermais ernten wollen. Auf der anderen Seite bietet sich die Sorte LG 30.223 aufgrund der Gesamttrockenmasse-Erträge auch für Biogas an.


Weitere Informationen zu LG Animal Nutrition finden Sie in unserer Fibel, die Sie als PDF downloaden können: LGAN FibelPDF meiner Sammlung hinzufügen.


Wichtige Begriffe

Energie-Ertrag (GJ NEL/HA)

Der Energie-Ertrag pro Hektar sagt aus, wie viel Energie mit der Kultur Mais vom Feld gefahren wird. Hier fließen die Kriterien „Masse GTM (Gesamttrockenmasse)“ und „Energiedichte (MJ NEL/kg TS, ME/kg TS)“ ein. Eine Maissorte muss ein Mindestmaß an Energie-Ertrag liefern, damit sie bei der Sortenwahl in Frage kommt. Eine Sorte nur nach der Masse auszuwählen, führt oft nicht zu den geforderten Gehalten bei der Rationsgestaltung. Der Energie-Ertrag ist ein guter Parameter, um die Hektarleistung zwischen verschiedenen Maissorten zu vergleichen; denn so sind Masse und Gehalte berücksichtigt.  

Je besser die Flächenausstattung des Betriebes ist, umso mehr wird das Augenmerk auf die Energiedichte fallen.

Stärkegehalt (%)

Bei Maissilagen stellt Stärke als Energieträger bei den NFC (Nicht-Faser-Kohlenhydraten) die bedeutendste Quelle dar. Maissilagen für die Rinderfütterung sollten mindestens 30 % oder mehr Stärke aufweisen.  

Im Unterschied zur Stärke anderer Getreidearten weist die Maisstärke eine relativ hohe Pansenstabilität auf (Bypass-Stärke). Das heißt, dass ein größerer Anteil der Stärke erst im Dünndarm enzymatisch abgebaut wird. Dadurch wird der Pansen entlastet und das Risiko einer Pansenazidose verringert.  

Die Menge an Bypass-Stärke, die vom Wiederkäuer im Dünndarm verdaut werden kann, ist allerdings nach oben begrenzt. Deshalb muss die Energiedichte bei zunehmenden Maisanteilen in der Ration verstärkt über Faserkohlenhydrate (Restpflanzenverdaulichkeit) gewährleistet werden. Nur so lässt sich ein Zuviel an Stärke im Pansen (Gefahr der Pansenazidose) bzw. an Bypass-Stärke im Dünndarm (unverdaute Stärke) vermeiden und die Wiederkäuergerechtigkeit der Ration sicherstellen.

TS-Gehalt (%)

Mehrjährige Versuche haben deutlich gezeigt, dass dem richtigen Erntetermin eine sehr große Bedeutung zukommt. Heute bietet eine Reihe von offiziellen und privaten Stellen eine Vielzahl von Ernteprognosemodellen an, mit denen sich Landwirte über den Reifezustand der Maisbestände in ihrer Region informieren können. Als Zielgröße sollte ein TS-Gehalt von 32% – 36% angestrebt werden.  

Bei zu nassen Silagen steigt das Risiko von Sickersaftverlusten, Nährstoffverlusten und Fehlgärungen an.   Bei zu trockenen Silagen steigen folgende Risiken an:

- Abnahme der Verdaulichkeit
- Gefahr nicht ausreichender Verdichtung
- Fehlgärungen
- Nacherwärmungen
- Schimmelbildung  

Beides hat eine verringerte Futteraufnahme zur Folge. Im Falle von Toxinbildung durch Gärschädlinge ist eine echte Gefahr für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere zu befürchten.

Standfestigkeit

In der Beurteilung von Standfestigkeit und Lagerneigung sollte man keine Kompromisse machen: Eine moderne leistungsstarke Maissorte darf heutzutage kein erhöhtes Lagerrisiko aufweisen. Der Markt ist in dieser Hinsicht unerbittlich und selektiert bei der Vielzahl guter Maishybriden anfällige Sorten sofort heraus. Mangelnde Standfestigkeit ist nicht tolerierbar. Mit den hochverdaulichen Sorten von LG bekommen Sie Qualität im Silo und Anbausicherheit auf dem Feld. Restpflanzenverdaulichkeit und Standfestigkeit sind kein Widerspruch!

Rohfaser (%)

Rohfaser oder Struktur ist speziell für eine wiederkäuergerechte Fütterung ein wichtiges Element. Die Rohfaser setzt sich aus den verschiedenen Faserbestandteilen der Zellwand zusammen. Diese sind im wesentlichen Zellulose, Hemizellulose und Lignin (NDF*). Je nach Anordnung und Verteilung dieser NDF*-Bestandteile in der Pflanze, die sortentypisch sehr unterschiedlich sein können, ist die Verwertbarkeit dieser Fasern verschieden gut und daraus resultiert eine unterschiedliche Restpflanzenverdaulichkeit. In grasreichen Rationen stellt i.d.R. die Komponente Gras genügend Rohfaser zur Verfügung – im Gegensatz zu sehr maisreichen Rationen, in denen es darauf ankommt, genügend Rohfaser sicherzustellen und dabei besser verdauliche NDF* (Restpflanzenverdaulichkeit) zu gewährleisten. Hier kommt dem Thema Restpflanzenverdaulichkeit von Faser-Kohlenhydraten eine besondere Bedeutung zu.

*NDF = Neutrale Detergentien-Faser

Verdaulichkeit (%)

Im deutschen Bewertungssystem ELOS (enzymlösliche organische Substanz) wird die Gesamtverdaulichkeit einer gehäckselten Maisprobe bewertet. Die Verdaulichkeit ist immer noch ein unterbewerteter Faktor in der Beurteilung von Maissorten. Eine Verdaulichkeit von 70 % gibt an, dass von der aufgenommenen Futtermenge 70 % genutzt, d.h. in Energie für Erhaltung und Produktion umgesetzt werden können. Erhöht sich die Verdaulichkeit auf 72 %, nimmt automatisch auch die Umsetzung um 2 % zu und die Futterausnutzung steigt, ohne dass sich andere Faktoren verändern.

Unter der Voraussetzung gleicher Qualitäten ist also immer der Sorte mit der höheren Verdaulichkeit der Vorzug zu geben, da bei ihr aus der gleichen Futtermenge mehr Leistung erzielt werden kann. Hier fließen die Zellinhalte und die Zellwandbestandteile gemeinsam ein. Eine hohe Verdaulichkeit kann also sowohl über sehr hohe Stärkegehalte (kolbenbetonte Sorten) als auch über sehr gut restpflanzenverdauliche Sorten erzielt werden.

Restpflanzenverdaulichkeit

Energie, die aus Kohlenhydraten kommt, stammt entweder aus den Zellinhalten (Stärke, Zucker) oder den Zellwänden (Restpflanze). Im Gegensatz zu den Zellwänden sind die Zellinhalte schnell im Pansen verfügbar, im Pansen fällt in kurzer Zeit viel Säure an. Energie aus Zellwänden ist voll wiederkäuergerecht und senkt das Risiko eines zu starken pH-Wert-Abfalls. Mit steigendem Maisanteil bekommen Maissorten mit überdurchschnittlicher Restpflanzenverdaulichkeit eine immer größere Bedeutung: Eine hohe Restpflanzenverdaulichkeit ist nötig, um den Energiebedarf der Tiere und die Wiederkäuergerechtigkeit sicherzustellen.

Detergentienmethode

Die Detergentienmethode dient zur Erfassung der Zellwandkomponenten und ihrer stofflichen Differenzierung. Die Zellwandsubstanzen weisen zwischen einzelnen Sorten enorme Unterschiede auf. Der Anteil an Zellwandsubstanzen bzw. die Anordnung der verschiedenen Zellwandbestandteile entscheidet darüber, ob und wie gut die Mikroorganismen im Pansen diese Substanzen verdauen können (Faserkohlenhydrate). Entscheidend ist hier die Verdaulichkeit der NDF.

LG Animal Nutition - die Profis für Verdaulichkeit zum Themenkomplex Bypass-Stärke: Was hat es mit "High Starch Value" (HSV®) auf sich? Lesen Sie mehr

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NEU: mit dem Stärke-Rechner einfach den passenden Mais Sortentyp finden.

Weitere Informationen zum Stärke-Rechner können Sie hier nachlesen

Sie können den Stärke-Rechner auch direkt mit der LG Mais-App öffnen

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