2013 – Schwere Zeiten für den Mais

Leicht hat er es in diesem Jahr nicht gehabt, der Mais. Das Wetter war ihm alles andere als wohlgesonnen.

Vor allem die Feuchtigkeit machte der Pflanze schwer zu schaffen: Erst verspätete sich vielerorts die Aussaat, weil die Böden nicht abtrocknen wollten; kaum war er dann endlich im Boden, kämpfte er gegen kalte Nässe und teilweise sogar überschwemmte Flächen an. In anderen Regionen – wie beispielsweise dem Nordwesten – blieben dagegen ausreichende Niederschläge aus.

Gerhard Goll, Produktmanager Mais bei LG, fasst die diesjährige, recht prekäre Maissituation zusammen: „Ich kann mich nicht erinnern, wann der Mais jemals über einen so langen Zeitraum in weiten Regionen so schlechte Bedingungen vorfand. Das hat mich gleich an eine alte Regel denken lassen, die ich schon in frühen Jahren gelernt habe: Am 07.07. muss der Mais 77 Zentimeter hoch sein, damit es noch ein ordentliches Maisjahr werden kann. Das ist 2013 in vielen Orten leider nicht erreicht worden“, erzählt er. 

Nach den schwierigen Startbedingungen wurde es für den Mais nicht einfacher. Aufgrund der deutlich verzögerten Entwicklung konnten viele Pflanzen kein solides Wurzelwerk entwickeln. Als sei das nicht alles Handicap genug, kam dann schlagartig der Sommer. Das sehr warme Wetter und der fehlende Niederschlag ab Mitte Juni halfen zwar erst dem Längenwachstum der Maispflanzen auf die Sprünge, ließen sie dann aber zur Blüte quasi auf dem Trockenen sitzen. Dank kurzer gewittriger, manchmal fast stürmischer Unterbrechungen trotzte der Mais den für ihn nicht gerade optimalen Wetterkapriolen und konnte doch noch ein paar Punkte gutmachen. Seit Anfang September stellt er sich nun der wechselhaften Witterung mit Dauerregen und Kälte, was ihm das weitere Abreifen erschwert. Nichtsdestotrotz ist für eine erfolgreiche Ernte noch nicht aller Tage Abend. Ein ruhiger Altweibersommer mit viel Sonne und insgesamt trockenen Bedingungen ist immer noch möglich, sodass der Mais ausreifen und die Ernte eingefahren werden kann.

Produktmanager Gerhard Goll hat den Mais bundesweit beobachtet und die Ergebnisse festgehalten: 

  • Viele schwache und heterogene Bestände, die dem Umstand geschuldet sind, dass 2013 in  der Summe ein schwieriges Jahr ist und jeder Bodenunterschied und jegliche Verdichtungen und Strukturprobleme deutlich sichtbar werden.
  • Viele hellgrüne Bestände, die häufig Nährstoffverlagerungen und Nährstoffmangel durch die sehr hohen Starkniederschläge im Mai bedeuten. Nicht viele Betriebe sind dem Rat gefolgt und haben nochmals „N“ nachgedüngt
  • In den Beständen oft kleine und schwache Pflanzen, welche den Ertrag mindern werden. 
  • In vielen Regionen Lager aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen, green-snap und auch regelrecht abgebrochene Pflanzen am Stängelgrund. Zum einen geschuldet der extrem schlechten Wurzelleistung der Maisbestände in diesem Jahr, aber eben auch einer Glasigkeit der Stängel. Denn wenn Entwicklungsschübe waren, mussten die Pflanzen diese immer in extremster Zeit machen und somit die Glasigkeit der Stängel noch stärker als normal ausgeprägt war.
  • In allen Regionen, in denen zur Blüte Wasser knapp wurde bzw. nicht mehr vorhanden war, sind sterile und halb-sterile Pflanzen in den Beständen, ebenso wie schwache bzw. nicht vollständige Einkörnung der Kolben festzustellen.
  • Maisbeulenbrand tritt vereinzelt auf, in größerem Umfang nur in Beständen, die mechanisch durch Lager oder Hagel stark verletzt wurden.
  • Der Druck an Pilzinfektionen im Blattbereich ist in diesem Jahr eher deutlich geringer wie in den Vorjahren. HTR wird nur in wenigen Regionen sichtbar, aber auch dort mit später Infektion, so dass keine ertragsmindernden Auswirkungen zu erwarten sind. Kabatiella im Norden war bis letzte Woche auch deutlich weniger zu sehen als in den beiden Vorjahren. Bis Ende August waren durch die sehr lange trockene Hochsommerphase keine wirklichen Infektionsbedingungen.
  • Fusarium ist bislang nicht stark zu erkennen.

Und dann gibt es ja noch die Schweine ...

... aber es gibt/gab auch sehr schöne Impressionen und Bestände, und mit diesen Bildern wollen wir schließen.

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