Fakten zum Greening - Zwischenbilanz des DBV

DBV, Jan. 2016: Deutsche Landwirte bauen Engagement im Natur- und Umweltschutz aus

Der Natur- und Umweltschutz gewinnt bei den deutschen Bauern weiter an Bedeutung. Das Greening der EU-Agrarpolitik wurde bereits im ersten Umsetzungsjahr nach der EU-Agrarreform gut angenommen. Dies geht aus einer Zwischenbilanz des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor, der Zahlen und Fakten zur Umsetzung des Greening und insbesondere der Ökologischen Vorrangflächen im Startjahr 2015 in der Kurzbroschüre „Fakten zum Greening veröffentlichte. Damit bestätigt sich die Forderung des Berufsstandes nach einem produktionsintegrierten Greening, mit dem die Betriebe passend zu ihren regionalen und betrieblichen Verhältnissen ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Gestaltung der Ökologischen Vorrangflächen nutzen können.

Von den 11,87 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland haben die Landwirte nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums im Jahr 2015 rund 1,37 Millionen Hektar im Umweltinteresse genutzt. Nach ihrer ökologischen Wertigkeit gewichtet, bauten die Landwirte auf diesen Flächen zu rund 40 Prozent Grasuntersaaten und Zwischenfrüchte an. Mit rund 221.800 Hektar wurden etwa 32 Prozent der Ökologischen Vorrangflächen als Ackerbrachen stillgelegt. Auf 16 Prozent wurden stickstoffbindende Pflanzen wie Luzerne, Klee, Ackerbohnen, Körnererbsen oder Lupinen angebaut. Die veröffentlichte Kurzbroschüre „Fakten zum Greening“ veranschaulicht zahlreiche weitere Details, so zum Beispiel auch die regionale Verteilung der Maßnahmen der Ökologischen Vorrangflächen.

Was gehört zum Greening?

Seit 2015 müssen die Landwirte drei sogenannte Greening-Anforderungen erfüllen, wenn sie EU-Direktzahlungen beantragen. Diese sind

  • die Fruchtartenvielfalt auf den Ackerflächen,
  • der Erhalt von Dauergrünland
  • und eine Bewirtschaftung von mindestens fünf Prozent der Ackerflächen mit besonderem Umweltnutzen, sogenannten Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF).

Hierfür erhalten Landwirte in Deutschland eine Pauschale von rund 85 bis 87 Euro je Hektar und Jahr.

Umsetzung im ersten Greening-Jahr 2015 - EU-Vergleich

Für die Umsetzung von Ökologischen Vorrangflächen gibt es in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedliche Möglichkeiten der Anrechnung. Während in Ländern wie Spanien, Finnland, Portugal oder auch Niederlande nur wenige Möglichkeiten angeboten werden (max. 5), sind die Möglichkeiten in Deutschland, Frankreich , Italien und Ungarn wesentlich weitreichender (mehr als 15 ÖVF-Maßnahmen).

Greening in Deutschland - beantragte Flächen 2015

Von den 11,87 Mio. Hektar Ackerfläche in Deutschland haben die Landwirte rund 1,37 Mio. Hektar im Umweltinteresse genutzt.

Verteilung der ÖVF-Maßnahmen auf die Regionen

Naturgemäß sind die ÖVF-Maßnahmen regional unterschiedlich. Auf der Karte sind die Anteile je Maßnahme grafisch dargestellt, und in der Tabelle sind je Bundesland die Maßnahmen in Hektar aufgeführt.


Obenstehende Informationen und Abbildungen entstammen komplett der PDF "Fakten zum Greening", herausgegeben vom "Deutschen Bauernverband", und sie stellen nur einen Auszug dar. Die komplette PDF können Sie hier beim Deutschen Bauernverband herunterladen. (Download hier)

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