Vorstand des DMK zurückhaltend gegenüber Fungizideinsatz im Maisanbau

Würzburg (DMK) – Der Vorstand des Deutschen Maiskomitees hat sich für eine sehr genaue Prüfung beim Einsatz chemischer Fungizide im Maisanbau in Deutschland ausgesprochen. 

„Der Einsatz chemischer Fungizide im Maisanbau ist – sofern der Praxis geeignete Produkte zur Verfügung stehen – ein legitimes Mittel, um gravierende Pilzkrankheiten im Mais zu bekämpfen. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln muss sich jedoch im nachhaltigen Pflanzenbau nach dem notwendigen Maß richten. Das fordert auch der nationale Aktionsplan Pflanzenschutz, der auf der Grundlage der einschlägigen EU-Rahmenrichtlinie erstellt wird. Pilzkrankheiten im Maisanbau können aber in vielen Fällen durch Fehler im Anbau begünstigt werden. Nicht angepasste Fruchtfolgen, mangelhafte Bodenbearbeitung, falsche Sortenwahl und nicht zuletzt auch die lokale Witterung sind oft maßgebliche Ursachen für zunehmenden Pilzkrankheitsdruck. Bevor ein Fungizideinsatz gefordert wird, ist zunächst das Anbausystem in diesem Sinne zu optimieren. Zudem sind Ansätze der Resistenzzüchtung vielversprechend“ erläutert Prof. Taube, Vorsitzender des DMK. „Eine gute fachliche Praxis des Maisanbaus schließt zur Zeit den vorbeugenden Einsatz von Fungiziden in Maisbeständen aus“, so Prof. Taube.

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