Pflanzenschutz im Mais: Mit der richtigen Strategie optimale Wirkung erzielen

Bonn (DMK) – Die Bekämpfung von Unkräutern in den Maisbeständen ist von höchster Bedeutung für die Ertragsbildung. Dr. Wolfgang Pfeil von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Rendsburg erläutert in einer Veröffentlichung des Deutschen Maiskomitees e.V (DMK), welche Strategien sich in Schleswig-Holstein bewährt haben und wie die Maßnahmen effektiv terminiert werden.

Damit die Herbizide ihre volle Wirkung entfalten können, sei es wichtig, die Herbizidstrategie den Bedingungen im Feld anzupassen, meinte Pfeil. Bei trockenen Witterungsbedingungen sollten verstärkt blattaktive Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Sind die Böden gut mit Wasser versorgt und Niederschläge angekündigt, seien bodenwirksame Herbizide vorteilhaft, weil später auflaufende Unkräuter noch Tage oder Wochen nach der Applikation über den Herbizidfilm am Oberboden erreicht werden können. Die Bodenherbizide wirken über die Wurzel oder über das Hypokotyl, sie müssen über das Bodenwasser an die Pflanzen herangetragen werden. Bei verzetteltem Auflauf der Unkräuter oder auf humosen Flächen ist eine Spritzfolge oder ein Splitting, in der Regel mit halben Aufwandmengen, ratsam.

Neben der Witterung ist auch der Entwicklungsstand der Ziel- und Kulturpflanzen von großer Bedeutung.

  • Bei einer Spitzfolge oder einem Splitting sollte die erste Anwendung im Ein- bis Zwei-Blatt-Stadium der Kulturpflanze oder spätestens im Zwei- bis Drei-Blattstadium der Unkräuter durchgeführt werden.
  • Bei Problemunkräutern und -gräsern sollte in den Auflauf, spätestens im Zwei-Blatt-Stadium der Unkräuter gespritzt werden.
  • Die zweite Behandlung erfolgt dann im Vier- bis Sechs-Blatt-Stadium der Maispflanzen.

„Der optimale Behandlungstermin hängt von einer Mischung von verschiedenen Faktoren ab, die zum Teil nicht durch den Landwirt beeinflusst werden können. Eine standardisierte Anwendungsstrategie, starr an der Entwicklung der Kulturpflanzen orientiert, sollte vor dem Hintergrund der Wirkungsunsicherheit vermieden werden“, meinte Pfeil. Die Herbizid-Strategie muss für jeden Standort, gemäß den zu erwartenden Unkräutern und Ungräsern, angepasst werden.

Die Herbizidbehandlung in Beständen mit Untersaaten muss für die Untersaat schonend platziert werden. Es sollten keine Herbizide mit stärkerer oder anhaltender Bodenwirkung zum späteren Anwendungstermin gewählt werden, da es sonst zu Schäden oder Ausfall bei der Untersaat kommen kann.

Die Landwirte können beim Pflanzenschutz im Mais aus einem vielfältigen Spektrum an Mitteln und Methoden wählen. Das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) gibt auf seiner Website www.maiskomitee.de einen aktuellen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten. Dort erhalten die Landwirte zum Beispiel Empfehlungen bei Standardverunkrautungen oder für die Hirse- und Unkrautbekämpfung. Es gibt Informationen über die Wirkungsunterschiede nach Behandlungsterminen und zur Wirkung von Mittelkombinationen auf Unkräuter in Untersaaten. Darüber hinaus werden Einzelpräparate mit Blick auf die Abstandsauflagen beleuchtet.

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